Die Gewinner 2026

Die Gewinner:innen des CONSTRUCTIVE WORLD AWARD 2026 stehen fest. 

Aus zahlreichen herausragenden Einreichungen wurden die prämierten Beiträge ausgewählt und im Rahmen der Preisverleihung Anfang Juni in Berlin ausgezeichnet. Sie zeigen eindrucksvoll, wie konstruktiver Journalismus Perspektiven eröffnet, Lösungen sichtbar macht und gesellschaftlichen Wandel begleitet. 

Wir gratulieren den Preisträger:innen herzlich und danken allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre inspirierenden Beiträge.

Die Stadt vor Fluten schützen

Medienschaffender: Gustav Hofer

Protagonist: Kongjian Yu (1963 - 2025), Mette Skjold (Landschaftsarchitektin)

Erstmals veröffentlicht auf SRF1

Kongjian Yu ( 1963 - 2025) gilt als einer der einflussreichsten Landschaftsarchitekten unserer Zeit. Der chinesische Stadtplaner und Professor an der Peking University hat mit dem Konzept der „Sponge City“ internationale Aufmerksamkeit erlangt: Städte sollen Wasser nicht verdrängen, sondern aufnehmen, speichern und kontrolliert ableiten – als Antwort auf Klimawandel, Starkregen und Überschwemmungen.

Städte stehen unter wachsendem Druck durch die Extreme des Klimawandels. Sintflutartige Regenfälle, tödliche Überschwemmungen und monatelange Dürren gehören längst zur Realität, weil traditionelle urbane Infrastrukturen nicht auf die neuen Wasser- und Wettermuster ausgelegt sind. Klassische Konzepte der Versiegelung und des schnellen Abflusses von Wasser verschärfen diese Risiken, statt sie zu mindern.

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Perspektiven durch Prothesen

Medienschaffende: Carolin Lemuth, Nadine Becker & Jens Benner

Protagonist: Karsten Schulz (Verein pro Uganda)

Erstmals veröffentlicht beim Hessischen Rundfunk

Für Menschen mit Behinderung in Uganda gibt es kaum Möglichkeiten zu einer geeigneten medizinischen Versorgung. Viele haben keine oder schlecht sitzende Prothesen. Betroffene Kinder werden oft von ihren Müttern verstoßen. die Großmütter, oft selbst gesundheitlich angeschlagen, pflegen die Enkel in menschenunwürdigen Zuständen. Sie leben in abgelegenen Hütten im Dschungel, haben völlig veraltete und für die Örtlichkeit nicht funktionsfähige Hilfsmittel, wie z.B. deformierte, verrostete Rollstühle.

Ein Verein aus dem südhessischen Usingen versorgt in Uganda seit über zehn Jahren Betroffene mit Prothesen und orthopädischen Hilfsmitteln.

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Energiewende zu Hause - Günstiger Strom für Mieter

Medienschaffende: Jasmin Cilesiz Linhart & Annette Hoth

Protagonist: Timo Leukefeld (Solaringenieur)

Erstmals veröffentlicht auf ZDF/ plan b

Jedes kleine Balkonkraftwerk zählt. Die große Energiewende braucht viele Menschen, die mitmachen. Wie das unabhängig vom Geldbeutel gelingt, dafür haben kreative Köpfe Lösungen gefunden.

Um möglichst viele mit an Bord zu holen, tüfteln gemeinnützige Vereine, Architekten und Ingenieure an günstigen Energiespeichern, stabilen Mieten und niedrigen Nebenkosten. Viele kleine Schritte für das eine Ziel: Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen.

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Herzlich Willkommen!

Medienschaffende: Katrin Groth

Protagonisten: Jörg Flügge, Harish Reddy Sunkara, Ye Yun Khor (Geschäftsführer und Mitarbeiter bei Batix) & Sebastian Heuchel (Leiter der Saalfelder Fach- und Koordinierungsstelle „Partnerschaft für Demokratie“)

Erstmals veröffentlicht im Brand Eins Magazin

Abwanderung, Überalterung, Rechtsextremismus, in ländlichen Regionen haben es Unternehmen mitunter schwer, Fachkräfte für sich zu begeistern. Gerade Menschen aus dem Ausland zögern, sich in Deutschland niederzulassen. Im thüringischen Saalfeld spüren sie das Problem deutlich, junge Menschen verlassen die Region, weil es an Arbeit mangelt, und an Perspektiven. Bei denen, die bleiben, steigt der Frust - und die Zustimmung zu rechtspopulistischen Thesen. Das zeigen Wahlergebnisse, aber auch Vorfälle in den Betrieben. Ein Teufelskreis. Und eine Gefahr für die Demokratie.

Das Thüringer Software-Unternehmen Batix hat sich mit Akteuren der Zivilgesellschaft und der lokalen Fachstelle "Partnerschaft für Demokratie" zusammengetan, um den eigenen Fachkräften aus Indien und Malaysia das Ankommen und Bleiben zu erleichtern.

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Zurück ins Leben – Depressionen im Jugendalter

Medienschaffende: Kristin Kasten

Protagonist: Amy Striehn (Betroffene), Gunnar West (Lehrer)

Erstmals veröffentlich im FREUNDIN Magazin

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen. Etwa sechs Prozent sind betroffen. Statistisch gesehen sitzen also in jedem Klassenzimmer einer weiterführenden Schule ein bis zwei Jugendliche, die an einer Depression erkrankt sind. Und die Krankheit kann tödlich sein, denn sie erhöht das Risiko für Suizidgedanken erheblich. Ungefähr 200 Minderjährige nehmen sich in Deutschland jedes Jahr das Leben. Suizid gehört damit zu den häufigsten Todesursachen in dieser Altersgruppe.

Anhand der Geschichte von Amy wird deutlich, wie entscheidend aufmerksame Bezugspersonen im schulischen Umfeld sein können: Ein Lehrer erkennt Warnsignale, übernimmt Verantwortung und leitet professionelle Hilfe ein.

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